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BESECURE (Best Practice Enhancers for Security of Urban Environments)

Ziel des Projektes ist es, sicherheitspolitischen Entscheidungsträgern ein Expertensystem zur Analyse und Bearbeitung von Fragestellungen im Bereich der ‚Urban Security’ zur Verfügung zu stellen.

Gefördert durch: 

EU 7.Rahmenprogramm

Mitarbeiter:

Dr. René Gründer

Laufzeit:

2012 - 2015

Website:

Link

Kurzbeschreibung:

BESECURE wird von der EU im Rahmen des FP 7 gefördert; insgesamt sind 13 Partner aus den Niederlanden, Großbritannien, Irland, Polen, Italien und Deutschland beteiligt. Die Koordination liegt bei TNO, der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissen-schaftliche Forschung. Ziel des Projektes ist es, sicherheitspolitischen Entscheidungsträgern ein Expertensystem zur Analyse und Bearbeitung von Fragestellungen im Bereich der ‚Urban Security’ zur Verfügung zu stellen. Die Frage nach der Stabilisierung von öffentlicher Sicherheit im städtischen Raum ist stets im Spannungsfeld ordnungspolitischer Normalitätsvorstellungen einerseits und urbaner Pluralität der Lebensführungen andererseits verortet. Sowohl die Bestimmung sozialer (Un-)Sicherheitsfaktoren als auch die Wahl von Interventionsstrategien hängen dabei eng von Position und Perspektive beteiligter Akteure im gesellschaftlichen Gefüge ab.

Daneben unterliegen die hoch verdichteten städtischen Siedlungsräume in besonders starkem Maße translokalen Einflüssen wie Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung, Migration, Umweltveränderungen, Technologienutzung und Verbreitung von Krankheiten. Diese Komplexität sicherheitspolitisch relevanter Faktoren und sozialer Wirkungsgefüge soll durch BESECURE auf Grundlage einer theoriegeleiteten Zusammenfassung aktueller empirischer Befunde zur städtischen Sicherheitsforschung in ein Indikatorensystem überführt werden, das eine Grundlage zur Modellierung sicherheitsrelevanter Prozesse im städtischen Umfeld bildet.

Auf lokaler Ebene vorhandenes Wissen und administrative Erfahrungen im Umgang mit städtischer (Un-)sicherheit wird durch 8 Einzelfallstudien zu Stadtgebieten mit unterschiedlichsten sicherheitsbezogenen Herausforderungen (u.a. Freiburg, London, Belfast, Arghillá, Poznan, Den Haag) vernetzt und im Sinne von ‚best practices’ den administrativen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Die Projektgruppe am Standort Freiburg zeichnet für die Bereitstellung des aktuellen theoretischen und empirischen Wissenstandes zum Thema städtischer Sicherheit für das Gesamtprojekt verantwortlich. Sie trägt zur Entwicklung eines statistischen Indikatorensystems zur Modellierung von Entwicklungsprozessen städtischer Sicherheitsfaktoren bei. Im Zentrum der Einzelfallstudie zum Stadtgebiet Freiburg stehen die Entwicklung von Kriminalität sowie die Erfahrungen lokaler Akteure mit deren Bekämpfung und Prävention. Das Projekt ist am Freiburger Centre for Security and Society angesiedelt, durchgeführt wird es vom Institut für Soziologie in Zusammenarbeit mit dem FIFAS (Freiburger Institut für angewandte Sozialwissenschaft, Prof. Dr. Baldo Blinkert). Projektmitarbeiter am Institut ist Dr. René Gründer.