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Forschungsprojekte

Der Held als Störenfried. Zur Soziologie des Exzeptionellen

 

gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Teilprojekt im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 948 "Helden - Heroisierungen - Heroismen. Transformationen und Konjunkturen von der Antike bis zur Moderne".

Mitarbeiter:  

Dr. des. Tobias Schlechtriemen

Laufzeit:

2012 - 2016

Kurzbeschreibung:

Das von Prof. Dr. Ulrich Bröckling und Dr. des. Tobias Schlechtriemen bearbeitete Forschungsprojekt untersucht erstens, wie sich in den Konstitutionsphasen der Soziologie (1830-50 und um 1900) trotz der grundlegend a- bzw. antiheroischen Ausrichtung der Disziplin heroische Motive in den soziologischen Diskurs eingeschrieben haben. In einer dekonstruktiven Lektüre der Grundlegungstexte des Fachs sowie zeitgenössischer Sekundärtexte sollen Artikulationen der Trauer über den Verlust des Heroischen, des Rufs nach seiner Wiederherstellung, der Substitution von Heldenfiguren durch Kollektivsubjekte wie Volk oder Klasse, und schließlich die Suche nach einem neuen Heroismus der Moderne herauspräpariert werden. Ausgehend von dieser Rekonstruktion heroischer Subtexte und Unterströmungen im soziologischen Diskurs wird das Projekt zweitens einen Beitrag zu einer soziologischen Theorie des Exzeptionellen leisten.

Die Forschungen zum ‚Held als Störenfried‘ und einer ‚Soziologie des Exzeptionellen‘ finden als Teilprojekt im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen. Transformationen und Konjunkturen von der Antike bis zur Moderne“ statt, der ab dem 1. Juli 2012 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für eine Laufzeit von vier Jahren gefördert wird.

 

Egalität oder Exzellenz – zur Gleichzeitigkeit gegenläufiger Rationalitäten im deutschen Bildungswesen

 

gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft, Teilprojekt im Rahmen der DFG-Forschergruppe Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem (FOR1612)

Mitarbeiter:  

Dr. Tobias Peter

Laufzeit:

2011 - 2014

Kurzbeschreibung:

Das Vorhaben untersucht mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Egalität und Exzellenz die diskursive Formation und die praktischen Effekte von zwei gegenläufigen politischen Rationalitäten des zeitgenössischen Bildungswesens in Deutschland. Während im Elementar- und Primarbereich des Erziehungssystems ein Vokabular der Chancengerechtigkeit (inklusiv und auf Mindestkompetenzen in der Breite orientiert) den bildungspolitischen Diskurs dominiert, bildet im tertiären Bereich bei den Hochschulen Exzellenz (exklusiv und auf Höchstleistungen in der Spitze orientiert) den Fluchtpunkt politischer Interventionen und institutioneller Reformprozesse. Untersucht werden soll unter theoretischer Orientierung an den Studies of Governmentality und der Systemtheorie, auf welche Rechtfertigungsordnungen sich diese gegenläufigen Rationalitäten stützen, welche intendierten wie nicht-intendierten Effekte sie zeitigen, welche Interferenzen sich zwischen ihnen ergeben und mit welchen Mechanism en der Distinktion und Kohärenzbildung über sie Inklusion und Exklusion im Erziehungssystem organisiert werden. Dazu sollen in der beantragten ersten Phase die Rationalitäten der beiden Diskursstränge auf den Ebenen von Strategie und Konzeption, institutioneller Umsetzung, öffentlicher Debatte sowie wissenschaftlicher Reflexion diskursanalytisch untersucht werden. In der zweiten Phase sollen die dadurch begründeten institutionellen Praktiken sowie die mit beiden verbundenen Subjektivierungsformen analysiert werden.

Das Projekt ist eines von sechs Teilprojekten der DFG-Forschergruppe Mechanismen der Elitebildung. In der Forschergruppe werden Prozesse der Konstruktion und Herstellung von Exzellenz in zentralen Bildungsinstitutionen und Bildungsorten in Deutschland von der Vorschule bis zur Hochschule und deren Bedeutung für die Bildungsadressaten und Professionellen untersucht. In sechs Projektvorhaben werden unter der Perspektive von Mechanismen der Elitebildung die bildungspolitischen Diskurse um Exzellenz, das Zusammenspiel von Familie und Institutionen in Elementarbildung und Grundschule, das exklusive gymnasiale Schulsegment, Hochschulen mit einem Eliteanspruch sowie soziale Abgrenzungen in Peerwelten auch unter Berücksichtigung kontrastiver Vergleichsfälle in den Blick genommen.

Bewilligt wurden neben diesem Kooperationsprojekt mit der Universität Freiburg und dem Projekt Elitebildung an Hochschulen am Institut für Hochschulforschung vier Projekte, die in der Philosophischen Fakultät III bzw. im ZSB der MLU angesiedelt werden (Projektleiter: Prof. Dr. Georg Breidenstein, Prof. Dr. Werner Helsper, Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger und Prof. Dr. Johanna Mierendorff/Prof. Dr. Rabe-Kleberg).
Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Heinz-Hermann Krüger. Stellvertretender Sprecher ist Prof. Dr. Werner Helsper.

 

Security Dispositifs - Internationale Konferenz

 

gefördert durch:

VW-Stiftung

Tagungsorganisation:

Dr. Serhat Karakayali
Dr. Sven Opitz
Prof. Stefan Kaufmann
Prof. Ulrich Bröckling

Datum der Tagung:

10.05. - 11.05.2012

Veranstaltungsort:

Haus zur Lieben Hand/ Großer Saal,
Löwenstraße 16, 79098 Freiburg

Kurzbeschreibung:

Security is as much about things as it is about words. In generating effects of (in)security, rhetorics of threat and danger always intersect with machines, bodies and media ecologies. This workshop seeks to explore the multifarious materialities of security from an interdisciplinary angle: How does the government of global circulations depend on territorial strategies?
How are border regimes linked to systems of data processing? What kind of affective intensities and atmospheres are involved in the apprehension of risky or even catastrophic futures? And how do rationalities of control inscribe themselves into different surveillance technologies and identification devices? Bringing together scholars from Geography, Sociology, Literature, Criminology, Anthropology and Media Studies, this workshop intends to address these questions. Investigating the mutual implication of spaces, technologies and temporalities, it seeks to illuminate the heterogeneous assemblages of contemporary security dispositifs.

Read more about the program of the conference here.

Listen to the recordings:

Claudia Aradau: Terrorism, Crowded Places and the Time/Space of Security

Pete Adey: Security Atmospheres

Vassilis Tsianos: Black Box Eurodac - Biometrics as Technologies of the Border

Sebastian Sierra-Barra: Micrologics: The Improbability of Control

Andrew Neal: Governing Protest in Urban Environments: The "Kettle" as a Spatial Strategy

Burkhard Wolf: Calculated fraud. Insurance and uncertainty in modern sea tales.

Sven Opitz und Ute Tellmann: Territories in Law and Economy - The Space of LIberal Security Dispositif

Ben Anderson: Emergency Times: Threshold, Interval, Horizon

Serhat Karakayali: Time Scarcities and Economies of Action

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