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Lehre

Lehrveranstaltungen im WS 2020/2021

 

Soziologie des 21. Jahrhunderts - Transnationalität, Postkolonialität, Globalität

Seminar, Montag, 14-16 Uhr, KG IV ÜR1 (online)

Das Seminar beschäftigt sich mit den wichtigsten konzeptuellen und erkenntnistheoretischen Herausforderungen, die sich aus der Theoretisierung von Gesellschaft über Grenzen hinweg ergeben. Das Ziel ist es, Gesellschaftstheorien und Analysen, die sich mit globalen, transnationalen und postkolonialen Beziehungen befassen, in einen Dialog zu bringen. Vier miteinander verbundene Anliegen der Untersuchung gesellschaftlicher Prozesse über Grenzen hinweg stehen dabei im Mittelpunkt: Zum einen die jahrzehntelange Kritik am methodologischen Nationalismus. Zweitens die Frage, wie "Gesellschaft" und die Grenzen der "Vergesellschaftung" konzeptualisiert werden können, wenn globale, transnationale und postkoloniale Prozesse über die Grenzen von Nationalstaaten hinweg verlaufen. Drittens die Kritik dass soziologische „Groß“Theorien, die jüngsten Entwicklungen von Gesellschaften auf Meso- und Mikroebene außer Acht lassen. Viertens werden epistemische Ungleichheiten diskutiert, die sich durch die Positionalität des theoretisierenden Subjekts innerhalb globaler Machtasymmetrie ergeben.

 

Soziologie-Masterkolloquium

Montag, 16-18 Uhr 14-tägig, online

Das Masterkolloquium dient zur Diskussion laufender Masterarbeitsprojekte. Es findet, abhängig von der Zahl der Teilnehmenden, unregelmäßig statt. Die Termine werden in der ersten Sitzung des Semesters vereinbart.

 

Globaler und regionaler Wandel

Vorlesung, Mittwoch 12-14 Uhr, vsl. online

Der soziale Wandel spiegelt interdependente Prozesse wider, die in verschiedenen Regionen der Welt gleichzeitig stattfinden. Aufgrund ihres Fokus' auf nationale Gesellschaften haben Soziolog*innen lange Zeit solche Interdependenzen vernachlässigt. Neue Ansätze, die in der Lage sind, globale, transnationale und transregionale Verflechtungen zu untersuchen, sind hingegen in verwandten sozial- und geschichtswissenschaftlichen entwickelt worden. Im ersten Teil der Vorlesung wird eine Übersicht über diese neuen Perspektiven geboten und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile diskutiert. Im zweiten Teil werden globale Entwicklungstendenzen behandelt, mit dem Ziel, die Verflechtungen zwischen verschiedenen Weltregionen offenzulegen.