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Dr. Tino Plümecke

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Kontakt

Postadresse:
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Soziologie
Rempartstraße 15
D–79085 Freiburg im Breisgau

Tel: +49 761 203 54205
E-Mail:tino.pluemecke@soziologie.uni-freiburg.de
Büro: Belfortstraße 16, Vorderhaus, 1. OG, R. 01008
Sprechstunde: nach Vereinbarung
 

 


Tino Plümecke arbeitet gemeinsam mit Nils Ellebrecht und Andrea zur Nieden in der vom BMBF geförderten Forschungsgruppe „Human Diversity in the New Life Sciences: Social and Scientific Effects of Biological Differentiations”.

Von 2016 bis 2019 forschte er als Mitglied einer kollaborativen Forschungsgruppe zu Racial Profiling in der Schweiz. 2015 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Bereich Gender & Science / Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung (Leitung: Kerstin Palm). Von 2011 bis 2014 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft (Leitung: Prof. Dr. Thomas Lemke) im Forschungsprojekt: „Genetische Diskriminierung in Deutschland. Eine Untersuchung zu Erfahrungen von Benachteiligung und Andersbehandlung aufgrund genetischer Krankheitsrisiken.“

Tino Plümecke promovierte 2011 mit der Studie: „Rasse in der Ära der Genetik: Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften.“ Betreuerin: Prof. Dr. Sabine Hark (Technische Universität Berlin), Zweitgutachter: Prof. Dr. Thomas Lemke (Goethe Universität Frankfurt). Davor studierte er Soziologie er an der Freien Universität Berlin, mit den Nebenfächer: Biologie, Psychologie und Gender Studies an der HU Berlin

Inhaltsverzeichnis
  1. Forschungsschwerpunkte
  2. Forschung
  3. Publikationen
  4. Vorträge
  5. Lehre

 

Forschungsschwerpunkte

Wissenschaftsforschung, Wissenschaftssoziologie, Soziologische Theorie, Geschlechterforschung, Critical Race Studies, Soziologie der Diskriminierung, Intersektionalität

 

Forschung

Human Diversity in the New Life Sciences: Social and Scientific Effects of Biological Differentiations

Mit biologischen bzw. genetischen Differenzierungen des Menschen werden in jeweiligen Wissenschaftsdisziplinen sehr unterschiedliche Ziele verfolgt. So geht es etwa darum ein verbessertes Krankheitsverständnis zu erlangen, forensischer Analysemethoden zu erweitern, eine bessere Kenntnis der Migrationsgeschichte des Menschen zu bekommen oder auch die gesundheitsbezogenen Ungleichheiten zwischen Geschlechtern und zwischen Ethnien/Races zu reduzieren. Diesen Ansätzen steht allerdings eine breite wissenschaftliche Auseinandersetzung gegenüber, in der die Naturalisierung soziokultureller Konzepte, Stereotypisierungen, Reduktionismen sowie die potenzielle Stigmatisierung von Minderheiten problematisiert werden. Vor diesem Hintergrund untersuchen wir anhand von sechs Fallstudien in den Bereichen Medizin/Epidemiologie, Neurowissenschaften, Pharmakologie, Forensik, Evolutionsgenetik und im klinischen Alltag, die Effekte ethnischer/racial und geschlechtlicher Differenzierungen im deutschen Kontext. Das Forschungsprojekt hat eine Laufzeit von sechs Jahren und wird vom BMBF finanziert.

Racial Profiling in der Schweiz

Die Wirkungen diskriminierender Polizeikontrollen auf diejenigen, die diese häufig erleben müssen, werden mittels einer qualitativen Interviewstudie erhoben. Mit einem neunköpfigen kollaborativen Forschungsteam führten wir problemzentrierte Interviews mit Personen, die sich als Scharze*r, Person of Color, Jenische*r, Sinto*Sintiza, Rom/Romni, Asiati*in, Muslim*in, Migrant*in und Sexarbeiterin bezeichnen. Dokumentiert werden die konkreten Erlebnisse während den Kontrollen, die unmittelbaren und langfristigen Wirkungen sowie Widerstandsstrategien. Der Abschlussbericht wird im Frühjahr 2018 erscheinen.

Genetische Diskriminierung in Deutschland

Im Verlauf der letzten zwanzig Jahre haben Studien aus den USA, Großbritannien und Australien gezeigt, dass das stetig wachsende genetische Wissen zu neuen Formen von Benachteiligung, Stigmatisierung und Ausschließung etwa in Arbeitsverhältnissen, bei Versicherungen oder im Rahmen von Adoptionsverfahren führen kann. Unklar blieb jedoch, wie häufig Menschen in Deutschland solche Ungleichbehandlungen und Benachteiligungen erfahren. Diese Forschungslücke bearbeitete ich als Mitglied einer Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Lemke (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Katharina Liebsch (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) in einer Untersuchung der Erfahrungen mit Benachteiligung und Andersbehandlung aufgrund genetischer Krankheitsrisiken. Neben einer fragebogenbasierten Erhebung bei Betroffenen genetischer Erkrankungen, in der wir Erfahrungen mit Andersbehandlung, Benachteiligung und Stigmatisierung im Zusammenhang mit der genetischen Information erhoben, gingen wir in über 60 leitfadengestützten Interviews den Umgangsweisen der Betroffenen mit dem genetischen Wissen nach.

Rasse in der Ära der Genetik: Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften

In dieser Studie untersuchte ich die Modernisierungen von Rassekonzepten in den aktuellen Lebenswissenschaften, die Prozesse der Genetifizierung von Differenz seit 1900 sowie die Veränderungen und Kontinuitäten von ›Rasse‹ im Kontext molekularbiologischer Untersuchungsmethoden seit den 1980er Jahren. Ausgangspunkt dieser Forschung war die Einsicht, dass lebenswissenschaftliche Wissensproduktion über rassifizierte Differenz weiterhin hohe Relevanz hat und in aktuellen Forschungsprojekten in der Medizin, der Forensik, Epidemiologie und Evolutionsbiologie neu konzipiert wird. Die Hauptfragen der Untersuchung sind: Welche Funktionalität haben rassifizierende Konzepte in modernen Gesellschaften? Wie wird Differenz in aktuellen Forschungen der Post/Genomik konzipiert? Welche Entwicklungslinien und Brüche zu vorherigen Konzeptionen zeichnen sich ab? In welchem Bedingungs- und Beeinflussungsgefüge stehen wissenschaftliche und gesellschaftliche Konzeptionen von Differenz?

Die Studie wurde mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Sabine Hark (TU Berlin). Die Publikation erschien 2013 im transcript-Verlag in der Reihe »MateRealities/VerKörperungen«.

 

Vita

Seit 2018 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Freiburg in der BMBF Forschungsgruppe „Human Diversity in the New Life Sciences

2015 bis aktuell Lehraufträge an den Universitäten Zürich, Luzern, Basel und der FH St. Gallen

2014/15 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Bereich Gender & Science / Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung

2013 Visiting Scholar an der Universiteit van Amsterdam, Fellow des »Centre for Society and the Life Sciences«, Co-working with Prof. Dr. Amâde M’charek

2011-2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft (Leitung von Prof. Dr. Thomas Lemke)

Forschungsprojekt: Genetische Diskriminierung in Deutschland. Eine Untersuchung zu Erfahrungen von Benachteiligung und Andersbehandlung aufgrund genetischer Krankheitsrisiken.

2011 Dissertation: Rasse in der Ära der Genetik: Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften. Betreuerin: Prof. Dr. Sabine Hark (Technische Universität Berlin), Zweitgutachter: Prof. Dr. Thomas Lemke

2010/2011 Research Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Forschungsgruppe: Prof. Dr. Veronika Lipphardt

2009 Honorary Fellow am »Holtz Center for Science and Technology Studies« der University Madison/Wisconsin, Research group of: Prof. Joan Fujimura together with Dr. Ramya Rajagopalan

2008 Visiting Scholar at the New York University, Department of Sociology, Prof. Troy Duster

2007 – 2011 Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung

1999 bis 2006 Studium der Soziologie Freien Universität Berlin, Nebenfächer: Biologie und Psychologie sowie Zweitstudium Gender Studies an der HU Berlin

 

Publikationen

 

Monographie

 

Tino Plümecke

Rasse in der Ära der Genetik. Die Ordnung des Menschen in den Lebenswissenschaften. Bielefeld: transcript, 2013, Reihe: VerKörperungen/MatteRealities – Perspektiven empirischer Wissenschaftsforschung
»Rasse«: Eines der umstrittensten, aber noch immer vitalen Konzepte biologischer Forschung wird in dieser Studie einer kritischen Analyse unterzogen.

 

Anthologie

 

Gemachte Differenz: Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte. Münster: Unrast, 2009

 

Fachartikel

Rea Jurcevic, Tarek Naguib, Tino Plümecke, Mohamed Wa Baile & Chris Young: Racial Profiling und antirassistischer Widerstand als Raumpraxis. In: Heidrun Aigner/ Sarah Kumnig (Hg.): Stadt für alle! Analysen und Aneignungen. Mandelbaum Verlag, 2018, S. 122–148

Tino Plümecke: Genes, Symptoms, and the «Asymptomatic Ill»: Towards a Broader Understanding of Genetic Discrimination. In: New Genetic and Society 35, #2, 2016, S. 124–158

Tino Plümecke: Diskriminierende Unterscheidungen. Benachteiligung, Ausschluss und Stigmatisie-rung von Menschen mit Familiärer Adenomatöser Polyposis. In: Thomas Lemke und Katharina Liebsch (Hg.): Regierung der Gene. Heidelberg: Springer, 2015.

Tino Plümecke: Ordnen, werten, hierarchisieren: Der sozial dichte Begriff »Rasse« und seine Gebrauchsweisen im Nationalsozialismus. In: Jahrbuch des Fritz Bauer Instituts (Hg.) Moralisierung des Rechts, Campus, Editor: Werner Konitzer, 2014, S. 147–165.

Martine de Rooij, Amâde M'charek, Tino Plümecke & Masae Kato: DNA and the City. In: GID 223, 2014, S. 33–35.

Thomas Lemke, Katharina Liebsch, Tabea Eißing, Bettina Hoeltje, Ulrike Manz & Tino Plümecke: Genetische Diskriminierung in Deutschland? Ergebnisse einer Befragung von Selbsthilfe-Gruppen und genetischen Beratungsstellen. In: Soziale Welt 3, 2013, S. 269–297.

Tino Plümecke: Rassifizierte Gene und genetifizierte ›Rassen‹: Differenzen in den aktuellen Lebenswissenschaften. In: Annett Schulze und Thorsten Schäfer (Hg.): Zur Re-Biologisierung der Gesellschaft: Menschenfeindliche Konstruktionen im Ökologischen und im Sozialen. Aschaffenburg: Alibri 2012, S. 153–184.

Tino Plümecke: Varianz und Kritik. Kommentar zum Beitrag von Volker Schurig. In: Forum Kritische Psychologie 56, 2012, S. 34–48.

Doris Liebscher, Tarek Naguib, Tino Plümecke & Juana Remus: Wege aus der Essentialismusfalle: Überlegungen zu einem postkategorialen Antidiskriminierungsrecht. In: Kritische Justiz 45, #2, 20012, S. 204–218.

Tabea Eißing Ulrike Manz & Tino Plümecke: Genetische Diskriminierung – Ein Forschungsprojekt. In: GID 210, 2012, S. 34-37.

Tino Plümecke: Die neuen Differenzen der Lebenswissenschaften. ›Rasse‹, Genetik und die ungenutzten Potentiale der Soziologie. In: Marion Müller und Darius Zifonun (Hg.): Ethnowissen: Soziologische Beiträge zu ethnischer Differenzierung und Migration. Wiesbaden: VS Verlag, 2010, S. 423–449.

Thomas Brückmann, Franziska Maetzky & Tino Plümecke: Rassifizierte Gene: Zur Aktualität biologischer »Rasse«-Konzepte in den neuen Lebenswissenschaften. In: AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften (Hg.): Gemachte Differenz: Kontinuitäten biologischer »Rasse«-Konzepte. Münster: Unrast, 2009, S. 20–64.

Tino Plümecke: Widerstand: Die Regierbarkeit des Willens zur Veränderung. In: Haug, Christoph et al. (Hg.): Kampf um Teilhabe. Akteure, Orte, Strategien. Hamburg: VSA, 2008, S. 70–82.

Catrin Heite & Tino Plümecke: Kritik der Kritik. Oder der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. In: Widersprüche, #100, Zeitschrift für sozialistische Politik im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich, 2006, S. 103–109.

Tino Plümecke: Gewalt als biowissenschaftlicher Diskurs. In: Schultze, Michael et al. (Hg.): Diskurse der Gewalt – Gewalt der Diskurse. FaM.: Peter Lang, 2005, S. 165-178

 

Sonstige Beiträge

Veronika Lipphardt, Anna Lipphardt, Amade M’charek, Carsten Momsen, Peter Pfaffelhuber, Anne Christine Muppele, Tino Plümecke, Jenny Reardon, Theresa Schredelseker, Mihai Surdu, Denise Syndercombe-Court & Mathias Wienroth: Lost in Translation. Man darf den amerikanischen Begriff „race“ nicht mit dem deutschen Wort „Rasse“ verwechseln. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 113,18 May 2018, auch in englischer Übersetzung.

Veronika Lipphardt, Anna Lipphardt, Matthias Wienroth, Fabian Staubach, Nicholas Buchanan, Carsten Momsen, Anne-Christine Mupepele, Peter Pfaffelhuber, Tino Plümecke, Mihai Surdu, Anna Köttgen, Cedric Bradbury, Sarah Weitz: Stellungnahme zu drei aktuellen Gesetzesinitiativen für eine Ausweitung von DNA-Analysen in kriminalpolizeilichen Ermittlungen. 02. Juni 2017.

Ellen Höhne, Tarek Naguib, Tino Plümecke & Sarah Schilliger: »Ich habe Glück, dass ich noch lebe« Wilson A. will rassistische Beamt_innen zur Verantwortung ziehen. In: AK 638, 15. Mai 2018.

Tino Plümecke & Susanne Schultz: Moderne Rassenkunde: Die polizeilichen Befugnisse bei der DNA-Analyse sollen drastisch erweitert werden. In: AK #627, Mai 2017.

Tarek Naguib, Tino Plümecke & Chris Young: Alternative Report on Racial Profiling Practices of the Swiss Police and Border Guard Authorities. concerning Switzerland’s fourth periodic report to the Human Rights Committee of the International Covenant on Civil and Political Rights (ICCPR). Auch In: Jusletter, 18. September 2017.

Kijan Espahangizi, Rohit Jain, Noémi Michel, Tarek Naguib, Jovita Pinto, Tino Plümecke, Patricia Purtschert, Bernhard C. Schär & Sarah Schilliger: Racial/Ethnic Profiling: Institutioneller Rassismus – kein Einzelfallproblem. Öffentliche Stellungnahme zur institutionellen Verantwortung für diskriminierende Polizeikontrollen. 6. März 2016.

Susanne Schultz & Tino Plümecke: Verdächtiges Erbgut. In: Jungle World, #28, 2017.

Tino Plümecke: Measuring Ethnicity and Migration: Classification and Statistical Representation in Academic Research and Administration, conference review, Dec 3, 2015

Tino Plümecke: Ergebnisse der Befragung von Personen mit FAP. In: Polyposis-Post # 30, 2014, S. 31–34.

Doris Liebscher & Tino Plümecke: Menschenrassen gibt es nicht. In: HLZ 66 #12, 2013, S. 18f.

Tabea Eißing, Ulrike Manz & Tino Plümecke: Risikofaktor Gen. Sozialwissenschaftliche Studie zu den negativen Folgen genetischen Wissens. In: Gesichter 2/2013, 25. Jg., S. 2-5.

Tanja von Fransecky & Tino Plümecke: Promovieren mit gesellschaftspolitischem Engagement. In: Günauer/Krüger/ Moes et al.: GEW-Handbuch Promovieren mit Perspektive: Ein Ratgeber von und für DoktorandInnen. Bielefeld: Bertelsmann, 2012. S. 169-175

Tino Plümecke: Die neue ›Rasse‹-Forschung. Zur Genetik moderner Menschenkategorisierung In: ZAG 58, 2011, S. 16 f.

Jannik Franzen Ulrike Klöppel & Tino Plümecke: Interview mit der Hamburger Forschungsgruppe Intersexualität. Ausstellungsobjekt innerhalb des Ausstellungsprojektes »1-0-1 intersex – Das Zweigeschlechtersystem als Menschenrechtsverletzung« in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin, 2005.

Tino Plümecke: Nachruf: David Reimer: Das berühmteste Experiment der Sexualwissenschaft setzte seinem Leben ein Ende. In: Arranca! #31, 2005, S. 55 f.

Tino Plümecke: Intersexualität – Paradigma kritischer Geschlechterforschung. Diplomarbeit. 2005

 

Interviews

Christoph Mackinger: »Rassistische Praktiken müssen verboten werden« In: Junge Welt, 5. März 2018, Nr. 54

Simonetta Caratti: Il ‘racial profiling’ rende inefficace la polizia. In: la Regione, Jg. 26, #23, 29. Jan. 2017

Martin Sturzenegger: «Racial Profiling macht die Polizei ineffizient» In: Tages-Anzeiger, , 28. April 2016

 

Übersetzungen

Martine de Rooij, Amâde M'charek, Tino Plümecke und Masae Kato: DNA and the City. In: GID 223, 2014, S. 33–35.

Genomische Diversität - mit oder ohne »Rasse«? von Joan Fujimura & Ramya Ra-jagopalan In: GID #157, S. 8–10.

 

Rezensionen

Albert Scherr, Aladin El-Mafaalani & Gökçen Yüksel (Hg.): Handbuch Diskriminierung. Wiesbaden: Springer VS, 2017, In: socialnet.de

Pascal Germann: Laboratorien der Vererbung. Rassenforschung und Humangenetik in der Schweiz 1900-1970. Göttingen: Wallstein 2016, In: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte September 2017, S. 297f.

Malaika Rödel: Geschlecht im Zeitalter der Reproduktionstechnologien. Natur, Technologie und Körper im Diskurs der Präimplantationsdiagnostik. transcript 2015, In: gender # 1/2016, S. 161–163.

Dorothy Roberts: Fatal Invention. How Science, Politics, and Big Business Re-create Race in the Twenty-first Century, Free Press 2011, In: GID # 218, Juni 2013, S. 45.

Susan Arndt: Die 101 wichtigsten Fragen. Rassismus. C.H. Beck 2012. In: arranca! #47, Winter 2013, S. 67.

Susan Arndt & Nadja Ofuatey-Alazard (Hg.): Wie Rassismus aus Wörtern spricht: (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast 2011, In: arranca! #45, Dez. 2012

Tanja von Fransecky, Andrea Rudorff, Allegra Schneider, Stephan Stracke (Hg.) Kärnten – Slowenien – Triest. Umkämpfte Erinnerungen. Assoziation A, 2010, In: arranca! #45, Dez. 2012.

Ann Morning: The Nature of Race. How Scientists Think and Teach About Human Dif-ference. Univ. of California Press, Berkeley 2011, In: GID # 214, S. 45.

Michi Knecht et al. (Hg.): Samenbanken – Samenspender. Ethnographische und histo-rische Perspektiven auf Männlichkeiten in der Reproduktionsmedizin. Reihe Berliner Blätter, Münster: Lit Verlag, 2011, In: Bulletin-Info. Zeitschrift des Zentrums für Transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU Berlin # 43, 2011.

Christine Hanke: Zwischen Auflösung und Fixierung. Zur Konstitution von ›Rasse‹ und ›Geschlecht‹ in der physischen Anthropologie um 1900. Bielefeld: transcript, 2007. In: Querelles.net Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, #23, November 2007.

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (Hg.): 1-0-1 intersex. 1-0-1 [one 'o one] intersex. Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 17.6. - 31.7.2005 in den Ausstellungsräumen der NGBK. Berlin: NGBK, 2005. In: Zeitschrift für Sexualforschung, #21, Frühjahr 2008 sowie in Liminalis (zusammen mit Lena Eckert).

 

Vorträge

Racial Profiling in der Schweiz: Erfahrungen, Wirkungen, sozialwissenschaftliche Problematisierung. Universität Freiburg, 14. Mai 2018.

Rassismus und Medizin: Rassifizierungen und Diskriminierungen im Zeitalter der Genetik. Ringvorlesung des Medinetz Jena. Universität Jena, 10. Januar 2018

Should Research on Discrimination be Interdisciplinary? Tagung «Wozu und wie interdisziplinäre Diskriminierungsforschung in der Schweiz? 3. November 2017.

Why Foucault did not talk about discrimination. Conference «Interdisciplinary Perspectives on Discrimination in the Context of Migration and Mobility», Neuchatel, 23–24 March 2017

Genetische Diskriminierung: Soziale Folgen neuer technischer Möglichkeiten. Workshop „Körper im Visier: Diskriminierung, Körper und Visibilität“. Universität Tübingen. 4. Mai 2017

Biopolitik und Genetik der »Rassen«. Soziologie der Relation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Beitrag auf der „Wissenswerte“, Bremer Forum für Wissenschaftsjournalismus, 17. Nov. 2015.

Wie wurde Rassismus wissenschaftlich? Zur Beziehung von Wissenschaft und Ge-sellschaft. Graduiertenkolleg »Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs«, Rostock, 1.7. 2015.

Biological Race and Critique. Graduiertenkolleg »Grenzerfahrungen menschlichen Lebens zwischen biomedizinischer Erklärung und lebensweltlicher Erfahrung«, Mainz, 11. Mai 2015.

Rassekonzepte zur Zeit des Nationalsozialismus und deren Kontinuierungen in der Nachkriegszeit. Vortrag am Fritz-Bauer-Institut Frankfurt am Main in der Reihe »Recht und Moral im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit«, 10.2.2014

The gene for twofold risk: Being affected by a disease and by discrimination. Guest lecture in the Seminar » Genetica en Gezondheidszorg« of Prof. Ine van Hoyweghen at the KU Leuven, Faculteit Sociale Wetenschappen, 12. Nov. 2013.

Being genetically at risk: Experiencing discrimination, stigmatization, and adverse treatment. Paper at the conference and session organizer at the annual meeting of the Society for Social Studies of Science (4S) entitled »Genetic Discrimination: Perspectives and Practices in Different Countries« San Diego, October 9-12, 2013

Grenzziehungen, Ausschlüsse und Zugehörigkeiten / Zur Neuordnungen des Sozialen und Biologischen. Vortrag auf dem Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie vom 26. bis 28. Juni 2013 in Bern.

Organisation des Workshops: »Neue Formen von Ungleichheit und Zugehörigkeit im Kontext biotechnologischer Entwicklungen«.

Genetische Diskriminierung: Rechtsschutz und neue Kategorisierungen im Kontext genetischer Krankheitsrisiken. Werkstattgespräch des Institut Law and Society an der Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, 7. Mai 2013.

Old Differences in New PCR Tubes: What is New in the New Science of Race? International Workshop: Why does the racial and genetic discourse on the Jewish people reemerge in the 21st Century? Zürich, Zentrum Geschichte des Wissens, April 12-13. 2013.

Coping with the gene and fear: Experiences of unfairness related to genetic diseases. Symposium: Exploring dilemmas of genomic health information in private life insurance. Utrecht, March 28. 2013.

Changing concepts of difference and the question of how to be critical of biological understandings of race. Lecture at the Amsterdam Institute for Social Science Research (AISSR) in the Seminar Series »Ir/relevance of Race in Science and Society«. January 30. 2013.

How to conceive (dis)continuities of biological race? Annual Meeting of the Society for Social Studies of Science and the European Association for the Study of Science and Technology, October 17.-20. 2012, Copenhagen.

Enacting the ›pre-symptomatic body‹: Anti-discrimination law as a productive in(ter)vention. Konferenz Making (In)Appropriate Bodies – Between Medical Models of Health, Moral Economies and Everyday Practices Wien, 1.-2. Dezember 2011.

Genetische Diskriminierung. Kategorienproduktion im Zeitalter der Genomik. Wiener Kongress der deutschsprachigen Rechtssoziologie-Vereinigungen Der Kampf ums Recht im Panal Beyond Categories. Kämpfe um Anerkennung und gegen Diskriminierung: Rechtsschutz jenseits von Kategorien?, 1.-3. September 2011.

Rassifizierte Gene und Genetifizierte Rassen: Differenzen in den aktuellen Lebenswissenschaften. Kongress Getrübte Biotope - Menschenfeindliche Ökologie und Biopolitik an der HU Berlin, 1.-2. Juli 2011.

Differenzen in den Lebenswissenschaften. Zur Neugestaltung von Rasse im Zeitalter der Genetik. Kolloquiumsvortrag im Gradiuiertenkolleg Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft, Universität Bielefeld, 2010.

Aktualitäten biologischer »Rasse«-Konzepte. Veranstaltung der Österreichischen HochschülerInnenschaft der Uni Wien und der Rosa Antifa Wien (zusammen mit Thomas Brückmann) 2010.

Geschichte der »Rassen-Psychologie« im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Eingreifendes Denken: Kritische Psychologie und politische Praxis (zusammen mit Vanessa Lux), 2010.

Old Differences in new Life Sciences: Race, Genetics, and Society. Im Colloquium der Forschungsgruppe Veronica Lipphardt am MPI für Wissenschaftsgeschichte, 2010.

Renaissance von »Rasse«-Konzepten in den neuen Lebenswissenschaften. Tagung der DGS Sektion „Wissenschafts- und Technikforschung“: Ethnizität – Migration – Wissen: Wissenssoziologische Perspektiven auf ethnische Differenzierung und Migration, Essen, 2008.

Aus John wird Joan wird John... Vom bekanntesten Fall der Sexualmedizin zum Fallbeispiel der Gender Studies. 25. Stuttgarter Fortbildungsseminar, Institut für Geschichte der Medizin der Robert-Bosch-Stiftung, (zusammen mit Ulrike Klöppel) Stuttgart, 2006.

 

Lehre

HeSe 2017 & HeSe 2018 Intersektionalität als Analysekonzept Sozialer Arbeit in Theorie und Praxis, FHS St. Gallen

HeSe 2016 u. FrSe 2017 «Rasse» als intersektionale Analysekategorie, FHS St. Gallen

FrSe 2017 Diskriminierung und Soziale Ungleichheit. Universität Basel, Institut für Soziologie

HeSe 2016 Theorien der Diskriminierung. Universität Luzern, Kulturwissenschaftliches Institut

FrSe 2016 Gesellschaft der Dominanz: Theorien und Forschungen zu Rassismus. Universität Zürich, Soziologisches Institut

HeSe 2015 Geschlecht im Zeitalter technischer Reproduzierbarkeit. Universität Zürich, Soziologisches Institut

SoSe 2015 Geschlecht und »Rasse« in der Biopolitik. HU zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften und Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterforschung, (Teamteaching mit Ulrike Klöppel)

WiSe 2013 Race and (Physical) Anthropology. Universiteit van Amsterdam, Studiengang Anthropology, (Teamteaching mit Amâde M’charek)

SoSe 2009 »Foucault stammt von Darwin ab.« Experimentelle Lektüren an der Grenze zwischen Natur und Kultur, Technische University Berlin, Zentrum für interdisziplinäre Frauen und Geschlechterforschung (Teamteaching mit Sabine Hark und Mike Laufenberg)

WiSe 2008 Diversity – Soziale Ungleichheit – Intersektionalität, Universität Bielefeld (Teamteaching mit Catrin Heite)

SoSe 2008 Genealogie der Moderne – Michel Foucault und die Sozialwissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Soziologie. (Teamteaching mit Mike Laufenberg)

SoSe 2007 Das Ende der Gesellschaft? Zur Herausforderung der Soziologie durch die neuen Lebenswissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Soziologie. (Teamteaching mit Mike Laufenberg)

SoSe 2007 Die Relevanz der Kategorie Geschlecht in der Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld, Institut für Erziehungswissenschaft. (Teamteaching mit Catrin Heite)