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Dr. Sabrina Ellebrecht

  sellebrecht   

Kontakt

Postadresse:
Centre for Security and Society
Werthmannstr. 15
79098 Freiburg

Besucheradresse:
Gartenstr. 30, 1.OG
79098 Freiburg
Tel: + 49 761 203 67712
E-Mail: sabrina.ellebrecht@soziologie.uni-freiburg.de

 

 

Sabrina Ellebrecht is a Senior Researcher in Sociology at the Centre for Security and Society at the University of Freiburg, Germany, where she currently leads the Mercator Foundation research group »The Police In An Open Society«. Her research interests lie in the fields of border and migration studies, political sociology, critical security studies, and police research. She was previously a visiting fellow at the DFG-Research Training Group »Topology of Technology« at the Technische Universität Darmstadt, and a visiting researcher the University of KwaZulu Natal in Durban, South Africa and the Jawaharlal Nehru University in New Delhi, India.

Inhaltsverzeichnis

     

    Arbeitsschwerpunkte

     

    • Politische Soziologie
    • Sicherheits- und Polizeiforschung
    • Europa-, Grenz-, Migrations- und Techniksoziologie

     

    Werdegang

     

    • seit 03/2019 Projektleitung im Forschungsprojekt "ZuRecht - Die Polizei in der offenen Gesellschaft"
    • 10/2016 - 02/2019 Wissenschaftliche Referentin im Fachdialog Sicherheitsforschung
    • 03/2018 Promotion mit einer Arbeit zur Entstehung der europäischen Außengrenzen (summa cum laude)
    • 04/2016 - 10/2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Projekt KOMPASS (Kompetenz und Organisation für den Massenanfall an Patienten in der Seeschifffahrt)
    • 2003 Bachelor Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
    • 2000 - 2006 Studium der Soziologie, Ethnologie, Politik- und Medienwissenschaft

     

    Publikationen

     

    Monographien

    • Ellebrecht, Sabrina (2020): Mediated Bordering. Eurosur, the Refugee Boat, and the Construction of an External EU Border. Bielefeld: transcript. open access

    Herausgeberschaften

    • Ellebrecht, Sabrina; Eschenbruch, Nicholas; Zoche, Peter (Hrsg.) (2020): Sicherheitslagen und Sicherheitstechnologien. Beiträge der ersten Sommerakademie der zivilen Sicherheitsforschung. Band 19 der Reihe: Zivile Sicherheit. Schriften zum Fachdialog Sicherheitsforschung. Berlin: LIT-Verlag 2019.
    • Ellebrecht, Sabrina; Kaufmann, Stefan (Hrsg,) (2020): Special Issue on Digitalization and Its Security Manifestations. European Journal for Security Research, 5(1).
    • Ellebrecht, Sabrina; Kaufmann, Stefan; Zoche, Peter (Hrsg.) (2019): (Un-)Sicherheiten im Wandel. Gesellschaftliche Dimensionen von Sicherheit. Band 17 der Reihe: Zivile Sicherheit. Schriften zum Fachdialog Sicherheitsforschung. Berlin: LIT-Verlag.

    Aufsätze

    • Ellebrecht, Sabrina; Wisser, Laura (2020): Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist Polizei in diesem Land. Eignung für den Polizeidienst in Deutschland und die Frage der Repräsentation. In: Groß, Hermann; Schmidt, Peter (Hrsg.): Empirische Polizeiforschung XXIII. Polizei und Migration, Frankfurt a. M.: Verlag für Polizeiwissenschaft, S. 292-296. Poster zum Beitrags.
    • Ellebrecht, Sabrina; Kaufmann, Stefan (2020): Digitalization and Its Security Manifestations. In: European Journal for Security Research, 5(1), S. 1-3, https://doi.org/10.1007/s41125-019-00063-8.
    • Ellebrecht, Sabrina (2014): Verdacht auf See. Zwischen Befugnissen und Signalen. In: Kriminologisches Journal 3(14), S.168-183.
    • Ellebrecht, Sabrina (2014): The European Border Surveillance System EUROSUR: The Computerization, Standardization and Virtualization of Border Management in Europe. In: OSCE Yearbook 2013. Baden-Baden: Nomos, S. 231-243.
    • Ellebrecht, Sabrina (2013): Qualities of bordering spaces: A conceptual experiment with reference to Georg Simmel's sociology of space. In: Lechevalier, Arnaud; Wielgohs, Jan (Hrsg.): Borders and Border Regions in Europe. Changes, Challenges and Chances. Bielefeld: transcript, S. 45-67.
    • (als) Grosse Kettler, Sabrina (2010): Researching borders – capturing social imaginary through 'maps and map-making'. Working Paper 81/2010, COMCAD - Center on Migration, Citizenship and Development. Bielefeld.
    • (als) Grosse Kettler, Sabrina (2007): The Security Challenge for Durban’s Tourism Authority. In: Pattman, Rob; Khan, Sultan (Hrsg.): Undressing Durban. Durban: Madiba Publishers, S. 257-262.
    • (als) Grosse Kettler, Sabrina (2004): Somalia – a war economy and its promoters. BICC Paper 39.

    Rezensionen

    • Ellebrecht, Sabrina (2012): A Review on Silja Klepp’s “Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz. Eine Ethnographie der Seegrenze auf dem Mittelmeer“. In: transcience 3(2), S. 61-64. Verfügbar unter: http://www2.hu-berlin.de/transcience/Vol3_Issue2_2012_61_64.pdf.

     

    Vorträge / Poster

     

    • "Border Sea Scapes - The refugee boat and the medium of the sea", Vortrag auf Einladung, Tagung Border Landscapes: Material Boundaries of Stasis and Mobility organized by the Department of Ethics, Law and Politics, Max Planck Institute for the Study of Religious and Ethnic Diversity, Göttingen, 12.04.2019
    •  „Technische Schauplätze in der Entstehung einer EU Außengrenze: Großer Datenaustausch und Kleines Boot“, Vortrag in der Reihe Space, Place and Power des Instituts für Soziologie der TU Darmstadt, 17.12.2013.
    • „Zur Technisierung, Standardisierung und Virtualisierung des Grenzmanagements in Europa“, Vortrag während des 45. Jahreskolloquiums der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK), 28.02 - 02.03.2013.
    • "Grenzen im Prozess der Globalisierung", vier Vorträge im Rahmen der Vorlesung “European Social Structure and Global Change”,  Institut für Soziologie der ALU Freiburg, WS 2011/12.
    • „Turning borders spatially, topologically, topographically”, Vorstellung eines Arbeitspapiers während der deutsch-französischen Viadrina Summer School Grenzen und Regionale Ströme, Frankfurt/Oder & Slubice, 04.07. - 07.07.2011.
    • “Why a sociology of space helps to research borders” – Vorstellung eines Arbeitspapiers während der 2nd Flying University of Transnational Humanities (FUTH), Hanyang University (Seoul), 25.06. - 29.06.2011.

     

    Lehre

     

    • WS 2018/19 (Uni Freiburg): Die Polizei. Zur Soziologie einer Organisation (zusammen mit Prof. Dr. Stefan Kaufmann)
      Wie andere Organisationen der Justiz und Inneren Sicherheit arbeitet die Polizei an der Aufrechterhaltung der normativen Ordnung der Gesellschaft: sie operiert mit der Differenz von Recht und Unrecht, mit der Unterscheidung von "erlaubt " und "verboten", sie überwacht und bestraft. Als einzige Organisation allerdings ist sie mit einer Gewaltlizenz gegenüber der eigenen Bevölkerung ausgestattet. Daraus resultiert die zentrale Ambivalenz der Polizei: sie changiert zwischen Schutz- und Bedrohungsmacht, zugespitzt in den Schlagwörtern vom "Freund und Helfer" und vom "Polizeistaat". Dieser und weiteren Ambivalenzen - wie dem Changieren zwischen Prävention und Repression - widmet sich das Seminar. Neben einer historisch und organisationssoziologisch geleiteten Verortung der Polizei in Staat und Gesellschaft setzt es sich mit gegenwärtigen institutionellen Transformationen sowie dem Alltag von Polizeiarbeit und polizeilichem Handeln auseinander. Themen sind dabei u.a. die Führung in der Polizei, die Kommunalisierung von Polizeiarbeit, der Wandel von Kontrollpraktiken und die Bedeutung neuer Technologien für die polizeiliche Aufklärungsarbeit.

    • SS 2018 Uni Freiburg): Institutionelle Diskriminierung. Theorien struktureller und organisierter Benachteiligung (zusammen mit Nils Ellebrecht)
      Wenn Gruppen- und Personenkategorien zur Herstellung, Begründung und Rechtfertigung von Ungleichheit verwendet werden, spricht man von Diskriminierung. Diskirminierung ist ein komplexes soziales Phänomen, das häufig als aktives Geschehen und individuelles Handeln vorgestellt wird, welches auf Vorurteile, negative Emotionen und Stereotypen basiert. Dies ist Gegenstand sozialpsychologischer Ansätze der Diskriminierungsforschung, die zu Beginn des Seminars eingeführt werden.
      Daran anschließend und auch in Abgrenzung zu diesen Ansätzen widmet sich das Seminar insbesondere der Frage inwiefern und mit welchen Konsequenzen Strukturen, Institutionen und Organisationen diskriminieren, d.h. ungerechte Folgen für soziale Gruppen haben und wie damit gesellschaftlich und politisch umgegangen wird.
      Die Frage "Was ist institutionelle Diskriminierung, und wie kann sie soziologisch und empirisch untersucht werden" ist zentral für das Seminar. Um sich dieser Frage und ihren Beantwortungsmöglichkeiten zu nähern, werden sowohl die Wechselwirkungen von Klassifikationen, Identitätszuschreibungen und Sozialstruktur thematisiert, als auch gefragt, wie Strukturen, Institutionen und Organisationen soziologisch zu begreifen sund und inwieweit davon gesprochen werden kann, dass diese - im Unterschied zum einzelnen Akteur - in der Lage sind, Gruppen oder Personen zu benachteiligen.

    • Sommersemester 2017 (Uni Freiburg): Modern European Thought - Continuities, Changes and Contestations
      (in englischer Sprache im Rahmen des Global Studies Programme)

      Different modern arrangements are a taken for granted of contemporary social, economic and political life: the monopoly of the state, the political and legal connotation of territory, the strive for individualism, the conceptual distinction between culture and nature, and the belief in progress and rationality. The course departs from different texts of modern thinkers in order to explore their arguments and the notion of modernity itself. The seminar follows the ideas and beliefs of different mostly European thinkers and explores their continuities, changes and contestations under the condition of globalizing society and in the context of global studies.

    • Wintersemester 2015/16 (Uni Freiburg): Macht, Herrschaft, Sicherheit
      Macht und Herrschaft werden in der soziologischen Theorie zumeist mit einem dritten Aspekt, dem der Gewalt, thematisiert. Das Seminar folgt diesem konzeptionellen Zusammenhang zunächst in klassischen Texten der Soziologie und Staatstheorie und diskutiert die Bedeutung von Gewalt für die historische Entwicklung moderner Herrschaftsformen.

      Daran anschließend wird dieser ‚Dreiklang‘ durch den Begriff und das Ziel der Sicherheit hinterfragt und verunsichert: Wie verhalten sich die Konzepte und die Bemühungen um Sicherheit zu Macht und Herrschaft? Beeinträchtigen die ‚Konkurrenten‘ der Sicherheit (Gefahr und Risiko) bestehende Herrschaftsformen? Können moderne Gesellschaften ohne Gewalt auskommen und wären sie deshalb dann sicher?

    • Herbstsemester 08/2015-01/2016 (Uni Basel): Migration, Flucht, Mobilität
      Wanderung, Sesshaftigkeit und Vergesellschaftung bedingen sich gegenseitig. Das Seminar Migration, Flucht, Mobilität widmet sich diesen Wechselbeziehungen zunächst über eine theoretische Grundlegung: von Georg Simmels Auseinandersetzung zu Raum, Bewegung und dem Fremden bis zu neueren Ansätzen um Transnationalisierung (u.a. Ludger Pries) und Mobilität (u.a. Tim Cresswell) werden Erklärungs- und Klassifizierungsansätze für Migration erarbeitet. Flucht wird in diesem Zusammenhang gesondert als „bewegtes Machtverhältnis“ (Trutz von Trotha) thematisiert.

      Im Laufe des Seminars werden sodann jene sozialen Figuren besprochen, die diese Wechselbeziehungen zu Tage bringen (der Arbeits- oder Transmigrant, die Nomaden, der Flüchtling, der Fremde, Vagabunden und Touristen) sowie jene politischen Strukturen – wie etwa Grenzen –, die diese Figuren zum Gegenstand machen, sie regulieren, verändern und hervorbringen. Schließlich wird es um eine Reflexion angemessener Methoden der empirischen Sozialforschung gehen, die den bewegten sozialen Verhältnissen gerecht werden.