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Lehre

Es werden regelmäßig Lehrveranstaltungen aus den Themenfeldern Sicherheit, Techniksoziologie und Organisationssoziologie angeboten. Schwerpunkte bilden dabei eine kulturtheoretische Ausrichtung, im Bereich empirischer Forschung wird mit qualitativen Methoden, insbesondere mit diskursanalytischer Ausrichtung gearbeitet.

Aktuelle Lehrveranstaltungen

(Kultur)Theorien der Technik

Termin: Mi. 10:00 bis 12:00
Raum: KG IV - Übungsraum 1
Studienleistung: zwei mündliche Präsentationen
Prüfungsleistung: schriftliche Hausarbeit

Kommentar:

Im Zuge des „cultural turns“ haben Techniktheorien in der Soziologie deutlich an Boden gewonnen. Technik wird nicht mehr nur als schlichte Umwelt konzeptualisiert. Etabliert haben sich zum einen struktur- und normtheoretische Konzeptualisierungen, die Technik als geronnene Sozialstrukturen begreifen und von gesellschaftlichen Technostrukturen ausgehen. Zum anderen haben sich von symboltheoretischen, pragmatischen und ethnomethodologischen Traditionen ausgehend Technikthematisierungen etabliert, die Interaktion und Kommunikation als hybride sozio-technische Konstellationen verstehen und analysieren. Die prominent gewordene Akteur-Netzwerk-Theorie bewegt sich zwischen diesen beiden Polen der Technikkonzeptualisierung.

Im Seminar werden neuere theoretische und konzeptionelle Arbeiten anhand maßgeblicher Beispiele diskutiert. Ankerpunkt bildet dabei die Auseinandersetzung mit der Akteur-Netzwerk-Theorie. Die empirischen Beispiele beziehen sich sowohl auf großtechnische Systeme, auf „Workplace“-Studien wie auf den Alltagsumgang mit Technologien.

In einem letzten Seminarteil soll in Gruppenarbeiten eine gegenstandsbezogene Analyse durchgeführt werden.

Veranstaltungsunterlagen über Campus Online.

Soziologie der Organisation

Termin: Di. 14:00 bis 16:00
Raum: KG IV - Übungsraum 1
Studienleistung: mündliches Referat
Prüfungsleistung: Hausarbeit (Zuschnitt je nach erforderlichen Creditpoints unterschiedlich)

Kommentar:

Amatai Etzionis Beobachtung aus den 1960er Jahren, dass wir in Organisationen geboren werden, von ihnen ausgebildet werden, für Organisationen arbeiten, überhaupt den größten Teil unseres Lebens in Organisationen verbringen und schließlich von Organisationen unter die Erde gebracht werden, wird man auch heute kaum widersprechen. Die moderne Gesellschaft ist eine Organisationsgesellschaft. Freilich aber unterscheiden sich die heutigen Geburtskliniken, die Schulen, die Unternehmen, die Organisation der Arbeit, die Formen, Freizeit und selbst das Sterben zu organisieren, erheblich von denen der 1960er Jahre.

Verhandelt werden grundlegende Arbeiten zur Theorie und zum Wandel von Organisationen, wobei das Seminar drei Schwerpunkte setzt. Den Ausgangspunkt bilden klassische Arbeiten (Weber, Marx) zur Organisation von Herrschaft und Arbeit in der Moderne. Ein zweiter Schwerpunkt gilt der Fortführung, Ausdifferenzierung und Kritik dieser Grundlagen in unterschiedlichen soziologischen Zugängen von verhaltenswissenschaftlicher bis zu systemtheoretischer Provenienz. Schließlich wird auf dem Hintergrund eines sich wandelnden Arbeitsparadigmas das Konzept netzwerkförmiger Organisation verhandelt.

Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf textbasierten Diskussionen. Für den letzten Teil sind themenorientierte Referate vorgesehen.

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Städtische Sicherheit

Termin: Mi. 14:00 bis 16:00
Raum: KG IV - Übungsraum 1
Studienleistung: mündliches Referat (je nach Teilnehmerzahl Gruppenarbeit)
Prüfungsleistung: mündliche Prüfung

Kommentar:

„Kontrollgesellschaft“ (Gilles Deleuze), „surveillance society“ (David Lyon), „culture of control“ (David Garland): so lauten Gegenwartsdiagnosen, die einen Wandel in gesellschaftlich gestreuten Praktiken des Regierens und Regulierens, in den Formen, öffentliche und innere Sicherheit herzustellen, und schließlich in den Grundlagen der Kriminalitätskontrolle konstatieren. 

Das Seminar schließt an diese Konzeptualisierungen und Diagnosen gegenwärtiger Transformationen mit dem Fokus auf urbane Sicherheitspolitik(en) an. Die Auseinandersetzung mit diesen Konzepten setzt den Rahmen des Seminars. Welche Rationalität drückt sich in beobachtbaren Trends der Privatisierung von Sicherheit, zu neuen Formen der Governance und Regulation im Sicherheitsbereich, zur Technisierung von Sicherheit aus? Welche Problematisierungen städtischer Sicherheit, welche Diagnosen kommen damit ins Spiel, welche konkreten Strategien, Taktiken, Praktiken gehen auf urbaner Ebene damit einher?

In einem ersten Seminarteil werden Konzepte und Diagnosen verhandelt sowie deren Plausibilität und Reichweite diskutiert; in einem zweiten Teil sollen – nicht zuletzt mit Bezug auf Freiburg – empirische Fälle, (Un-)Sicherheit zu thematisieren und zu bearbeiten, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgearbeitet werden.

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Forschungskolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden

Termin: Di. 18:00 bis 20:00
Raum: KG IV - Übungsraum 1
Voraussetzungen: Teilnahme  Persönliche Anmeldung oder Einladung ist erforderlich

Kommentar:

Im Kolloquium werden theoretisch und empirisch ausgerichtete Texte zum Lehr- und Forschungsschwerpunkt Sicherheit, Organisation und Technik verhandelt. Diskutiert und vorgestellt werden überdies Arbeiten und Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Konkrete Themen und Seminarplan werden in der ersten Sitzung abgesprochen.

Vergangene Lehrveranstaltungen

SoSe 2011

  • Forschungs- und DoktorandInnenkolloquium

WS 2010/11

  • Vorlesung: Grundzüge der Soziologie
  • Kernseminar: Theorie(n) und Phänomene der Risikogesellschaft
  • Forschungs- und DoktorandInnenkolloquium (zus. mit Prof. Dr. Baldo Blinkert)

SoSe 2010

  • Forschungs- und DoktorandInnenkolloquium

WS 2009/10 (Universität Siegen)

  • Medien als Normalisierungsfaktor: Jürgen Links "Normalismus"; Seminar für MA Medien und Gesellschaft, MA Medienkultur
  • Michel Foucault: Diskurs und Dispositiv; Seminar für MA Medien und Gesellschaft, MA Medienkultur
  • Mobile Kommunikation und Kulturen der Mobilität; Seminar für MA  Medien und Gesellschaft, MA Medienkultur
  • Der Kinsey-Report und die Folgen: Normalisierung und Medien; Seminar für MA Medien und Gesellschaft, MA Medienkultur
  • Radio: Theorie und Geschichte
  •  

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