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Master of Arts

Bewerbung und Zulassung

Studium


Seit dem Wintersemester 2010/2011 bietet das Institut für Soziologie den konsekutiven und forschungsorientierten Masterstudiengang Soziologie an. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende, die ihren ersten Hochschulabschluss im Fach Soziologie oder einem anderen sozial- und kulturwissenschaftlichen Studiengang erreicht haben. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse soziologischer Theorien sowie der Methoden quantitativer und qualitativer Sozialforschung.

Der Masterstudiengang ist eine attraktive Möglichkeit für Bachelor-Studierende am Institut für Soziologie, ihr Studium in Freiburg fortzusetzen. Das Studienangebot richtet sich jedoch ebenso an Bachelor-AbsolventInnen anderer Universitäten, die zum Masterstudium der Soziologie an die Universität Freiburg wechseln wollen (nähere Informationen zur Bewerbung und zu den Zulassungsvoraussetzungen siehe oben unter "Bewerbung und Zulassung").

Studienvoraussetzungen

Zum Masterstudiengang Soziologie kann nur zugelassen werden, wer einen Abschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 an einer deutschen Hochschule in einem Bachelorstudiengang der Soziologie oder in einem gleichwertigen mindestens dreijährigen sozialwissenschaftlichen Studiengang an einer deutschen oder ausländischen Hochschule absolviert hat. Über die Gleichwertigkeit anderer Hochschulabschlüsse entscheidet die Zulassungskommission.
BewerberInnen haben den Nachweis zu erbringen, dass sie im Rahmen des zum ersten Abschluss führenden Hochschulstudiums durch erfolgreiche Absolvierung von Lehrveranstaltungen in der Soziologie mindestens 60 ECTS-Punkte erworben haben, wovon jeweils mindestens 20 ECTS-Punkte auf die Soziologische Theorie und auf die Methoden empirischer Sozialforschung entfallen müssen. Verlangt werden außerdem sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch (DSH-2 bzw. TestDaF 4) und Englisch (Niveau B 2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen). Näheres regelt die Zulassungsordnung.

Gegenstand und Ziele des Masterstudienganges Soziologie

Der Freiburger Masterstudiengang Soziologie vermittelt eine fundierte Theorie- und Methodenausbildung auf dem aktuellen Stand der internationalen Fachdiskussion. Er vertieft die wissenschaftliche Grundausbildung des Bachelorstudiums und befähigt zu eigenständiger sozialwissenschaftlicher Forschungstätigkeit innerhalb und außerhalb der Universität. Der Masterabschluss bildet außerdem die Voraussetzung für ein Promotionsstudium.

Das Studienangebot ist forschungsorientiert und zeichnet sich durch eine breit gefächerte sozial- und gesellschaftstheoretische Fundierung sowie durch die Integration qualitativer wie quantitativer Methoden aus. Das Studium fordert die eingehende Auseinandersetzung mit klassischen und aktuellen Theorien, vermittelt differenzierte Kenntnisse qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden und übt sie im Rahmen von Forschungs- und Lehrprojekten ein.

Vorausgesetzt werden dabei sowohl tragfähige Methodenkenntnisse als auch eine Vertrautheit mit "klassischen" und aktuellen "Basistexten" der Soziologie, die für das Freiburger Soziologiestudium einschlägig sind. Diese Texte bilden gewissermaßen den Sockel, auf dem das Master-Studium aufbaut. Die folgende Bücherliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und stellt keinen verbindlichen Kanon soziologischer "Klassiker" dar. Die Texte sind chronologisch nach dem Jahr ihres Erscheinens aufgeführt. Sie existieren in verschiedenen Sprachen, Ausgaben und Auflagen. Ausgewählt wurden Werke, auf die in Freiburger Lehrveranstaltungen häufig Bezug genommen wird und die außerdem möglichst vielen der folgenden Kriterien entsprechen:

auf sie wird in anderen soziologischen Arbeiten oft Bezug genommen;
sie enthalten eine Fülle an Informationen zu sozialen Prozessen;
sie sind konzeptionell vorbildlich durchgearbeitet;
sie sind mit Intensität geschrieben;
sie eignen sich wegen ihres Umfangs zum Training der individuellen Lesefähigkeit;
es sind "haltbare" Bücher, die zur Anschaffung empfohlen werden können;
sie können als erstes soziologisches Fachbuch gelesen werden:

  • Karl Marx: Das Kapital, Bd. 1 (1867/1890);
  • Émile Durkheim: Die Regeln der soziologischen Methode (franz. 1895);
  • Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1920);
  • Norbert Elias: Über den Prozess der Zivilisation (1939);
  • Max Horkheimer/Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (1944);
  • Karl Polanyi: The Great Transformation. Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen (engl. 1944);
  • Robert K. Merton: Soziologische Theorie und soziale Struktur (engl. 1949);
  • Erving Goffman: Interaktionsrituale. Über Verhalten in direkter Kommunikation (engl. 1967);
  • Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses (franz. 1975);
  • Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft (franz. 1979)
  • Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie (1984);
  • Zygmunt Bauman: Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit (engl. 1991);
  • Heinrich Popitz: Phänomene der Macht (1992);
  • Bruno Latour: Wir sind nie modern gewesen. Versuch einer symmetrischen Anthropologie (franz. 1991).


Das Freiburger Master-Studium ist forschungsorientiert ausgerichtet und vermittelt Empirie stark über Theorie. Dies setzt eine solide Methodenausbildung voraus. Einschlägige Basistexte zu den quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden sowie Texte, auf denen in der Freiburger Methodenausbildung im Master Bezug genommen wird, sind:

  • Bohnsack, Ralf (2000): Rekonstruktive Sozialforschung. Opladen: Leske u. Budrich;
  • Charmaz, Kahty (2006): Constructing Grounded Theory. A practical guide through qualitative Analysis. London: SAGE;
  • Helfferich, Cornelia (2008): Qualität qualitativer Daten - Manual zur Durchführung qualitativer Einzelinterviews. Wiesbaden: VS-Verlag;
  • Janssen, Jürgen/Wilfried Laatz (2010): Statistische Datenanalyse mit SPSS für Windows, 7., neu bearbeitete und erweiterte Aufl. Berlin: Springer;
  • Keller, Reiner et. al. (Hg.) (2001): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, Bd. 1: Theorien und Methoden, 2., aktualisierte und erweiterte Aufl. Wiesbaden: VS-Verlag;
  • Kromrey, Helmut (2009): Empirische Sozialforschung. Stuttgart: Lucius & Lucius;
  • Kruse, Jan/Kay Biesel/Christian Schmieder (2011): Metaphernanalyse. Ein rekonstruktiver Ansatz. Wiesbaden: VS-Verlag;
  • Lamnek, Siegfried (2005): Qualitative Sozialforschung, 4. Aufl. Mannheim: Beltz PVU.
  • Schirmer, Dominique (2009): Empirische Methoden der Sozialforschung. Grundlagen und Techniken. München: Fink (UTB);
  • Seipel, Christian/Peter Rieker (2003): Integrative Sozialforschung: Konzepte und Methoden der qualitativen und quantitativen empirischen Forschung. Weinheim: Beltz Juventa;
  • Strübing, Jörg/Bernt Schnettler (Hg.) (2004): Methodologie interpretativer Sozialforschung. Klassische Grundlagentexte. Konstanz: UVK (UTB).
     

Weiterführende orientierende Texte, die in Bezug auf die einzelnen im folgenden genannten Forschungsschwerpunkte das Niveau des Freiburger Master-Studiums widerspiegeln, finden sich unten am Ende der jeweiligen Abschnitte. Ihre Kenntnis wird für das Master-Studium nicht vorausgesetzt, wohl aber solides Grundlagenwissen zu den jeweiligen AutorInnen sowie die Fähigkeit, die genannten Texte in die Forschungslandschaft der Soziologie und benachbarter Fächer einzuordnen.

Thematische Schwerpunkte des Masterstudiengangs

Der Masterstudiengang Soziologie in Freiburg orientiert sich am Lehr- und Forschungsprofil des Instituts und ermöglicht eine Schwerpunktsetzung in den folgenden Bereichen:

Gesellschaftstheorien als Werkzeuge

Gesellschaftstheorien als ein Herzstück soziologischer Forschung und Lehre liefern Modelle sozialen Wandels, diagnostizieren die aktuelle Verfasstheit von Gesellschaft und bringen grundlegende Dynamiken, Strukturierungsprinzipien und Wandlungsmechanismen auf den Begriff. In diesem Lehr- und Forschungsschwerpunkt geht es darum, ein Verständnis für unterschiedliche gesellschaftstheoretische Perspektiven zu entwickeln, die sich als Werkzeuge für eine begriffliche Durchdringung und für empirische Analysen von Gegenwartsgesellschaft eignen.

Schwerpunktliteratur zur Orientierung:

  • Beck, Ulrich/Elisabeth Beck-Gernsheim (1994): Individualisierung in modernen Gesellschaften - Perspektiven und Kontroversen einer subjektorientierten Soziologie. In: Dies. (Hg.): Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften. Frankfurt/M.: Suhrkamp, S.10-39;
  • Boltanski, Luc/Ève Chiapello (2001): Die Rolle der Kritik in der Dynamik des Kapitalismus und der normative Wandel. In: Berliner Journal für Soziologie 11, S. 459-478;
  • Bourdieu, Pierre (1983): Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital. In: Reinhard Kreckel (Hg.): Soziale Ungleichheiten (Soziale Welt Sonderband 2). Göttingen: Schwarz, S.183-198;
  • Castells, Manuel (2001): Bausteine einer Theorie der Netzwerkgesellschaft. In: Berliner Journal für Soziologie 11, S. 423-440;
  • Simmel, Georg (1903/1957): Die Großstädte und das Geistesleben. In: Brücke und Tür. Essays des Philosophen zur Geschichte, Religion, Kunst und Gesellschaft. Herausgegeben von Michael Landmann. Stuttgart: Koehler, S. 227-242;
  • Walby, Sylvia (1994): Is citizenship gendered? In: Sociology 28, p. 379-395;
  • Wetterer, Angelika (2013): Das erfolgreiche Scheitern feministischer Kritik. Rhetorische Modernisierung, symbolische Gewalt und die Reproduktion männlicher Herrschaft. In: Erna Appelt/Brigitte Aulenbacher/Angelika Wetterer (Hg.): Gesellschaft. Feministische Krisendiagnosen. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 246-266.

Kultursoziologie

Kultursoziologie ist keine Bindestrich-Soziologie, die sich mit einem bestimmten Ausschnitt der Gesellschaft beschäftigt, sondern eine Perspektive, die das Soziale insgesamt unter dem Blickwinkel der Kultur untersucht. Der soziologische Begriff der Kultur bezieht sich dabei auf die Vielfalt sozialer Praxen, Artefakte und ihrer Deutungsmuster. Das Lehrangebot umfasst die Auseinandersetzung mit klassischen und zeitgenössischen Kulturtheorien, mit diskurs- und machtanalytischen Untersuchungen der Gegenwartskultur, insbesondere zeitgenössischer Subjektivierungsformen, Sozial- und Selbstführungstechnologien. Weitere Schwerpunkte sind die Verbindung zwischen soziologischer Zeitdiagnostik und Gesellschaftskritik und das Verhältnis von Soziologie und Anthropologie.

Schwerpunktliteratur zur Orientierung:

  • Butler, Judith (2001): Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Frankfurt/M: Suhrkamp.
  • Foucault, Michel (2004): Geschichte der Gouvernementalität, 2 Bde. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Hirschman, Albert O. (1994): Abwanderung und Widerspruch. Reaktionen auf Leistungsabfall bei Unternehmungen, Organisationen und Staaten. Tübingen: Mohr;
  • Latour, Bruno (2007): Eine neue Soziologie für eine neue Gesellschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Luhmann, Niklas (1980-1995): Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft, 4 Bde., Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Marchart, Oliver (2013): Das unmögliche Objekt. Eine postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft. Berlin: Suhrkamp;
  • Reckwitz, Andreas (2008): Unscharfe Grenzen. Perspektiven der Kultursoziologie. Bielefeld: transcript.

Geschlechterverhältnisse

Geschlecht strukturiert Gesellschaft ganz wesentlich, bleibt aber aufgrund seiner Selbstverständlichkeit im Alltag wie auch in den Wissenschaften nahezu unsichtbar. Um Gesellschaft adäquat zu verstehen und analysieren zu können, befasst sich dieser Studienschwerpunkt damit, der Kategorie Geschlecht ihre unhinterfragbare Selbstverständlichkeit zu nehmen. Dazu behandelt er Fragen der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, thematisiert Differenzen innerhalb der Geschlechter und setzt sich mit gesellschaftlichen Prozessen der Konstruktion, der Verfestigung oder auch Auflösung von Geschlecht und Zweigeschlechtlichkeit auseinander. Zu diesem Zweck zielen die Lehrangebote auf Theorien von Geschlecht und Intersektionalität, Geschlechterverhältnissen und Gesellschaftsanalyse, auf qualitative Methoden der Geschlechterforschung sowie auf die Bedeutung von Geschlecht in empirischen Feldern rund um Wissen, Alltag, Arbeit, Körper und Sport.

Schwerpunktliteratur zur Orientierung:

  • Bourdieu, Pierre (2005): Die männliche Herrschaft. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Hochschild, Arlie Russell (1983): The managed heart: commercialization of human feeling. Berkeley: University of California Press;
  • Kessler, Suzanne J./Wendy McKenna (1978): Gender: An Ethnomethodological Approach. New York: Wiley;
  • McCall, Leslie (2001): Complex Inequality: Gender, Class, and Race in the New Economy. New York: Routledge;
  • Seidman, Steven (1996): Queer Theory/Sociology. Cambridge/US: Blackwell;
  • Walby, Sylvia (2009): Globalization and inequalities: Complexity and contested modernities. London: Sage;
  • West, Candace/Don Zimmerman (1987): "Doing Gender". In: Gender & Society 1, p. 125-151;
  • Wetterer, Angelika (2002): Arbeitsteilung und Geschlechterkonstruktion. "Gender at Work" in theoretischer und historischer Perspektive. Konstanz: UVK.

Globalisierung

Globalisierung stellt ein zentrales Phänomen moderner Gesellschaften dar. Es beschreibt die zunehmende weltweite Verflechtung und Verdichtung sozialer Beziehungen in allen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur, Kommunikation, Umwelt, etc.) und auf allen gesellschaftlichen Ebenen (zwischen Individuen, Institutionen, Organisationen und Nationalstaaten). Als wesentliche Ursache und Triebkräfte der Globalisierung gelten der technische Fortschritt, insbesondere die Entstehung moderner Kommunikationsmittel (Internet) und das Sinken von Transportkosten sowie die Entstehung einer globalen Weltökonomie. Der Studienschwerpunkt versucht, das Phänomen Globalisierung in seiner Ganzheit zu erfassen und soziologische Zugänge aufzuzeigen. Hierzu werden insbesondere die Auswirkungen des Globalisierungsprozesses auf verschiedene Regionen des globalen Südens in den Fokus gerückt. In Freiburg werden dabei insbesondere folgende Lehr- und Forschungsschwerpunkte verfolgt: Globale Sozialstrukturanalyse und globale Ungleichheitsanalyse, Glokalisierungsphänomene und Eurozentrismus, Kulturelle Globalisierungsprozesse. Der Forschungsbereich ist eng mit dem internationalen Global Studies Programme verbunden, das von Freiburg aus koordiniert wird.

Sicherheit und Gesellschaft

Eine Grundkategorie des menschlichen Daseins ist Sicherheit: die Abwesenheit der Thematisierung von Risiken, Gefahren und Bedrohungen gleich welcher Art. Auch und besonders unter modernen Bedingungen ist das glaubwürdige Versprechen vor Gefährdungen zu schützen eine der zentralen Ressourcen für die Legitimierung von Herrschaft. Daher stellt die Art und Weise, wie Staat, Organisationen und Individuen (Un-)Sicherheit thematisieren und regulieren, einen wichtigen Aspekt gesellschaftlicher Verfasstheit dar. Das Lehrangebot macht es sich zur Aufgabe, die historische, soziale und kulturelle Variabilität gesellschaftlicher Arrangements von Sicherheit zu vermitteln, wobei die Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Dispositiven der Sicherheit einen Schwerpunkt bildet. Es umfasst die Auseinandersetzung mit Theorien und Gegenwartsdiagnosen zu Sicherheit und Risiko, der empirische Schwerpunkt liegt auf den Phänomenen Krieg, Terrorismus, Kriminalität, technische Risiken und Naturkatastrophen.

Schwerpunktliteratur zur Orientierung:

  • Beck, Ulrich (1986): Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Clausen, Lars/Wolf Dombrowsky (Hg.) (1983): Einführung in die Soziologie der Katastrophen. Bonn: Osang;
  • Ewald, François (1993): Der Vorsorgestaat. Frankfurt/M.: Suhrkamp;
  • Garland, David (2001): The Culture of Control. Crime and Social Order in Contemporary Society. Oxford: Oxford University Press;
  • Kaufmann, Franz-Xaver (1973): Sicherheit als soziologisches und sozialpolitisches Problem. Untersuchungen zu einer Wertidee hochdifferenzierter Gesellschaften, 2., umgearbeitete Aufl. Stuttgart: Enke;
  • Luhmann, Niklas (1991): Soziologie des Risikos. Berlin: de Gruyter;
  • Lyon, David (Ed.) (2009): Theorizing Surveillance. The Panopticon and Beyond, 2. repr. Cullompton: Willan;
  • Perrow, Charles (1987): Normale Katastrophen. Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik. Frankfurt/M.: Campus.

Inhalt und Aufbau des Masterstudienganges Soziologie

Der forschungsorientierte Masterstudiengang Soziologie ist in seiner Form klassisch aufgebaut und besteht (ab dem WiSe 2013/2014) aus folgenden Modulen:

  • Soziologische Theorie und Empirie in der Moderne:
    Zwei Masterseminare (I und II) in den Schwerpunkten des Instituts
  • Forschungsmethoden – Grundlagen:
    Eine Lehrveranstaltung in quantitativen, qualitativen oder integrativen Methoden der empirischen Sozialforschung sowie ein Seminar aus dem Bereich "Theorien der Forschung"
  • Vertiefung ausgewählter Themenbereiche:
    Forschungsmethoden – Vertiefung: Lehrveranstaltung zu speziellen und komplexen Methoden empirischer Sozialforschung
    oder
    Allgemeine Soziologie – Vertiefung: Lehrveranstaltung zur Vertiefung theoretischer Felder und Themengebiete der Soziologie
  • Interdisziplinäre Aspekte der Soziologie:
    Lehrveranstaltungen zu interdisziplinären Aspekten der Soziologie aus der Perspektive von Nachbarfächern
  • Forschungsorientierte Praxis:
    „Studienprojekt“: Gestaltung eines eigenen Forschungs- oder Studienprojektes
  • Forschungs- und Lehrpraxis:
    Wahlpflichtveranstaltungen, in denen die Studierenden in verschiedener Hinsicht sich fachliche Kompetenzen aneignen, die in unterschiedlichen Feldern und Herangehensweisen bedeutsam sind in Hinblick auf organisatorische und didaktische Aspekte von Forschung und Lehre

Studienverlaufsplan (ab WiSe 2013/2014) in grafischer Übersicht

Variante II (mit Integration eines Auslandsaufenthalts in den Studienverlauf):

Grafische Übersicht als PDF: Variante I und Variante II.

Hier finden Sie den alten Studienverlaufsplan (mit Auslandsvariante) der PO 2010 als PDF.

Hier finden Sie die Modulhandbücher für den MA nach PO 2010 sowie PO 2013.

FAQs

-> siehe auch die FAQs auf der Webseite der GeKo.

EUCOR-Studium im Master

Im Rahmen des EUCOR-Lehrverbunds können im Master Soziologie auch Lehrveranstaltungen des Karslruher Instituts für Technologie, der Universitäten Basel, Straßburg (Université Louis Pasteur, Université Marc Bloch, Université Robert Schuman) und Mulhouse/Colmar belegt werden. Interessierte melden sich bitte rechtzeitig vor Studienbeginn der jeweiligen Partneruniversität in der Studienberatung des Fachbeauftragten Ole Bogner. Das gilt insbesondere hinsichtlich des Moduls "Soziologische Theorie und Empirie der Moderne", das nicht an einer EUCOR-Partneruniversität belegt werden sollte, da es zum Kernbestand des Freiburger Masterstudiums zählt.

Der Verwaltungsvorgang des EUCOR-Studiums gestaltet sich wie folgt:

A. Wenn die Lehrveranstaltung an der Partneruniversität in Freiburg als - unbenotete - Studienleistung (SL) angerechnet werden soll (z.B. im Modul "Interdisziplinäre Aspekte der Soziologie"):

1. Der Masterbeauftragte füllt in Rücksprache mit der/dem Studierenden ein SL-Formular für die entsprechende Veranstaltung aus und ordnet diese dabei einem Freiburger Soziologie-Modul zu;
2. Die/der Studierende lässt das Formular von der/dem Dozierenden der EUCOR-Lehrveranstaltung ausfüllen und bringt es dem Masterbeauftragten (inklusive eventuell ausgestellter Scheine und/oder anderer Leistungsnachweise) rechtzeitig zurück;
3. Der Masterbeauftragte zeichnet das Dokument ab und leitet es fristgerecht an die GeKo weiter.

B. Wenn die Lehrveranstaltung an der Partneruniversität in Freiburg als - benotete - Prüfungsleistung (PL) angerechnet werden soll:

1. Der/die Studierende lädt das schriftliche Anmeldeformular für PL von der GeKo-Homepage und füllt es - ggf. in Absprache mit dem Fachbeauftragten - aus;
2. Das ausgefüllte und vom Fachbeauftragten abgezeichnete Formular verbleibt zunächst am Institut
und wird nach Semesterende zusammen mit dem Leistungsnachweis der EUCOR-Universität und dem vom Institut ausgefüllten Anerkennungsvorschlagsformular (ggf. in Verbindung mit zusätzlich erbrachten Leistungen) fristgerecht an die GeKo weitergeleitet.

Masterstudierende, die sich für ein ERASMUS-Studium an einer ausländischen Partnerhochschule interessieren, wenden sich bitte an den zuständigen ERASUS-Fachkoordinator.

Interdisziplinäre Aspekte der Soziologie

Im Rahmen des MA-Studiums müssen insgesamt 8 ECTS-Punkte ("alter" MA: 16 ECTS-Punkte) im Modul "Interdisziplinäre Aspekte der Soziologie" erworben werden, d.h. in der Regel aus Nachbarfächern der Soziologie (Geschichte, Ethnologie, Politikwissenschaft ...). Es können jedoch auch weitere Veranstaltungen aus dem Lehrangebot des Instituts besucht werden. In jedem Fall ist vorab mit dem MA-Fachbeauftragten (per Mail oder in der Sprechstunde) Rücksprache zu halten.

MA-Abschlussprüfung

  • Studierende, die ihr MA-Studium vor dem WiSe 2013/14 aufgenommen haben:

Zur Anmeldung der MA-Arbeit bzw. der Abschlussprüfung hält der MA-Fachbeauftragte Anmeldeformulare mit einem detaillierten idealtypischen (!) Ablaufplan vor. Es empfiehlt sich unbedingt, die Anmeldeunterlagen frühzeitig zu besorgen und gegebenenfalls mit dem MA-Fachbeauftragten Rücksprache zu halten, um eventuell auftretende Probleme rechtzeitig vor der Anmeldung zu klären.

Grundsätzlich kann die MA-Arbeit jederzeit (!) angemeldet werden, sobald insgesamt 50 ECTS-Punkte im Master erworben wurden (früher: 80 ECTS-Punkte). Zu beachten ist dabei jedoch, dass der Anmeldezeitpunkt Auswirkungen auf den Zeitpunkt des MA-Abschlusses bzw. das Abschlusssemester hat. Wer gemäß Studienplan bis Ende des Sommersemesters (30.09.) abschließen will, sollte seine Anmeldung bis zum 15.03. beim Prüfungsamt einreichen. Bei späterer Anmeldung kann der Studienabschluss bis Ende September nicht mehr garantiert werden und das Datum des MA-Abschlusses fällt u.U. in das darauffolgende Wintersemester. Wer im Wintersemester abschließen will, sollte sich dementsprechend bis Mitte September anmelden.

Studierende, die ihr MA-Studium zum WiSe 2013/14 aufgenommen haben:

Alle relevanten Informationen zur Masterarbeit und zur mündlichen Masterprüfung sowie die für die Prüfungsanmeldung und die Abgabe der Masterarbeit erforderlichen Unterlagen finden Sie - ausschließlich - auf der Webseite der GeKo (Rubrik "Masterarbeit und mündliche Prüfung").

Nähere Informationen zur Masterarbeit (Themenvergabe, Formalia etc.) finden Sie in §19 der Allgemeinen Bestimmungen der MA-Prüfungsordnung.

MA-Einführungswoche

Eine Einführungswoche zum MA Soziologie findet immer in der ersten Woche vor Semesterbeginn im Mediaraum des Instituts (KG IV, 5. OG) statt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung vermittelt der Fachbeauftragte einen Überblick über das Studium und gibt wichtige Informationen zur Prüfungsanmeldung. Der genaue Termin wird rechtzeitig durch Plakate und im Internet bekannt gegeben.

Praktika (Beurlaubung)

Wer beabsichtigt, im Laufe des Masterstudiums ein Praktikum zu absolvieren, kann dies während des Semesters oder in den Ferien tun und sich zu diesem Zweck für ein Semester beurlauben lassen (siehe Hinweise zur Beurlaubung). WICHTIG: Während der Beurlaubung können keine Lehrveranstaltungen mehr besucht bzw. keine Prüfungs- und Studienleistungen in Soziologie abgelegt werden (auch für den MA-Abschluss gilt Immatrikulationspflicht) - außer Prüfungen, die nicht Teil einer Lehrveranstaltung sind (z.B. Sprachkursprüfungen). Zur Beurlaubung ist gemäß Antragsformular außerdem eine schriftliche Bestätigung des MA-Fachbeauftragten vonnöten, die in der Sprechstunde oder via Mail angefordert werden kann.

"Soziologische Theorie und Empirie der Moderne": Wieso zwei separate Module I und II ab WiSe 2013/14?

Im Masterstudium sind generell zwei Seminare aus dem Modul "Soziologische Theorie und Empirie der Moderne" zu belegen. Wer nach der MA-Prüfungsordnung von 2010 studiert, belegt weiter wie gewohnt zwei Seminare aus dem Modul und meldet sich wie gewohnt beim Prüfungsamt dafür an. Studierende ab WiSe 2013/2014 belegen ebenfalls zwei Seminare aus dem selben Lehrangebot, müssen bei der Prüfungsanmeldung jedoch angeben, ob sie das jeweilige Seminar als "Theorie und Empirie der Moderne I" oder "II" belegen.

Studienprojekt (Modul "Forschungsorientierte Praxis")

Das Studienprojekt wird in enger Absprache mit einer zuständigen Betreuungsperson und dem MA-Fachbeauftragten geplant und durchgeführt. Zur Dokumentation des Projekts inklusive der mündlichen bzw. schriftlichen Abschlussprüfung dient eine schriftliche Projektvereinbarung - in Abhängigkeit von der Prüfungsordnung: PO 2010 (mündliche Abschlussprüfung) bzw. 2013 (schriftliche Abschlussprüfung) Vorgesehen ist, das Projekt über zwei Semester zu bearbeiten. Es ist möglich (je nach Projekt u.U. auch nötig), das Vorhaben in einem Semester durchzuführen und abzuschließen. WICHTIG: Das Projekt darf in jedem Fall erst in dem Semester als Prüfungsleistung beim Prüfungsamt angemeldet werden, in dem es auch definitiv abgeschlossen werden soll. Die Anmeldung erfolgt online, wobei für alle Anmeldungen - unabhängig von der/dem jeweiligen ProjektbetreuerIn - der MA-Fachbeauftragte als "Dummy" fungiert (damit nicht für jede Projektanmeldung eine separate Prüfungsleistungsliste erstellt werden muss). Die jeweiligen ProjektbetreuerInnen geben die Abschlussnote des Projekts am Ende des Semesters dann an den MA-Fachbeauftragten weiter, der die Prüfungsleistungsliste für alle Projekte verwaltet und an das Prüfungsamt weiterleitet.

Wann werden meine Noten aus dem vergangenen Semester vom Prüfungsamt verbucht?

In jedem Semester gibt es eine Deadline für die Abgabe aller Noten bzw. Studienleistungslisten eines Semesters beim Prüfungsamt. Dies ist immer der Freitag vor Beginn des neues Semesters, also in etwa Mitte April und Mitte Oktober. Bitte sehen Sie bis dahin - außer in begründeten Ausnahmefällen - von Nachfragen bezüglich Ihrer Leistungsübersicht ab. Das Prüfungsamt benötigt einige Zeit, alle Leistungen zu erfassen. Warten Sie deshalb mit Rückfragen bis Ende der dritten Woche des neuen Semesters. Sollte eine von Ihnen erbrachte Leistung dann immer noch nicht auf Ihrem Transcript erscheinen, wenden Sie sich an das Prüfungsamt bzw. den MA-Fachbeauftragten.

Wissenschaftliche Karriere, Förderprogramme & Stipendien (In- und Ausland)

Wer nach dem Master oder bereits währenddessen mit einer wissenschaftlichen Laufbahn liebäugelt, ist mit verschiedenen und unterschiedlich gut ausgebauten Karrierewegen konfrontiert. Einen ersten Überblick über die akademische "Karriereleiter" - mit Hinweisen und Links zu zahlreichen Arbeits- und Fördermöglichkeiten vom Studium bis zur Habilitation - bietet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), ebenso wie eine Übersicht über alle Antragsoptionen im Rahmen der Einzelförderung.

Darüber hinaus empfiehlt sich der regelmäßige Blick in einschlägige Datenbanken und auf die Seiten bekannter Wissenschaftsförderer:

 
Zu den bekanntesten und renommiertesten privaten Wissenschaftsförderern zählen u.a. die
 

Wer sich im Studium durch gute Noten und außerfachliches Engagement auszeichnet, ist nachdrücklich aufgefordert, sich bei einem oder mehreren der großen Studienförderwerke um ein Studien- oder Promotionsstipendium zu bewerben. Umfassende Beratung zu allen Studienstipendien gibt das Service Center Studium in der Sedanstraße. Studierende des Instituts für Soziologie können sich direkt an Ole Bogner wenden. Studierende mit Kind finden Unterstützung beim Studierendenwerk oder bei den Gleichstellungsbeauftragten der Universität Freiburg.

Neben der überparteilichen, weltanschaulich ungebundenen Studienstiftung des deutschen Volkes, die seit einiger Zeit auch Selbstbewerbungen ermöglicht, gibt es in Deutschland die parteinahe

 

Auch das Land Baden-Württemberg betreibt eine eigene Graduiertenförderung sowie ein "Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden".

Die DFG finanziert Forschungsvorhaben bzw. Promotionsprojekte im Inland (bis max. drei Jahre), für die durch die/den BetreuerIn (Postdoc/Professor) ein sogenannter Sachbeihilfeantrag gestellt wird. Postdocs sind selbst antragsberechtigt und können sich so ihre "Eigene Stelle" finanzieren. Abgeschlossene und laufende DFG-geförderte Forschungsvorhaben können in der Datenbank GEPRIS recherchiert werden.

Auf der Homepage der DFG findet sich außerdem eine Liste aller DFG-geförderten Graduiertenkollegs. Zu weiteren Fördermöglichkeiten siehe ebendort außerdem die "Karriereleiter" und die Übersicht über alle Antragsoptionen der Einzelförderung.

Analog zur DFG ist die Projektförderung der Thyssen-Stiftung konzipiert (nur für Postdocs).

Der Think Tank Stiftung Neue Verantwortung vergibt Fellowships in Arbeitsgruppen.

Kleinere bestandsbezogene Forschungsstipendien, u.a. das Norbert-Elias-Stipendium vergibt das Deutsche Literaturarchiv Marbach.

Ausland:

Kürzere und längere Auslandsaufenthalte von Promovenden und Postdocs werden vom DAAD gefördert. Auch die DFG unterhält ein entsprechendes Förderprogramm für Postdocs.

Das renommierte Feodor Lynen-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung finanziert sechs bis 24 Monate Postdoc-Forschung im Ausland. Auf der Webseite der Stiftung gibt es auch eine Förder-Datenbank.

Die Marie Curie Actions  der Europäischen Union bieten vielfältige (individuelle) Fördermaßnahmen für NachwuchswissenschaftlerInnen.

Die Fulbright-Kommission vergibt USA-Reise- und Jahresstipendien für Studierende, DoktorandInnen und Postdocs.

Die Harvard University vergibt für 10 Monate John F. Kennedy-Gedächtnis-Stipendien an Postdocs u.a. aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Förderung/Stipendien für Tagungen, Konferenzreisen, Kurzzeitdozenturen etc.:

Über sog. ERASMUS-Mobilitäten kann ein Lehraufenthalt (mind. 5h bis max. 6 Wochen) an einer europäischen Partnerhochschule gefördert werden.

Der DAAD vermittelt Kurz- und Langzeitdozenturen im Ausland.

Das Kongress- und Vortragsreisenprogramm des DAAD ermöglicht die Teilnahme an einer internationalen wissenschaftlichen Veranstaltung bzw. Vortragsreisen außerhalb von Tagungen (auch für Promovenden).

Die Thyssen-Stiftung gewährt Reisekostenbeihilfen für Postdocs und fördert kleinere Tagungen.

Die DFG fördert "Wissenschaftliche Netzwerke" von Nachwuchswissenschaftlern (Reise- und Aufenthaltskosten für mindestens drei bis sechs Arbeitstreffen der Teilnehmer des Netzwerkes und Gäste, Kosten der Koordination sowie Publikationskosten).

Kleinere, sowohl zeitlich als auch finanziell überschaubare Projekte werden i.d.R. auch von wissenschaftlichen Gesellschaften der eigenen Universität gefördert, z. B. der Wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg.

Druckkostenbeihilfe:

Viele (o.g.) Stipendiendatenbanken ermöglichen die Suche nach Stiftungen, die Druckkostenbeihilfen für wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten und Publikationen von der Promotion aufwärts gewähren. Viele Stiftungen haben spezielle Förderlinien für Stipendiaten, z. B. die Thyssen-Stiftung.

Stand: November 2015.